"Twenty years from now you will be more disappointed by the things you didn't do than by the ones you did do. So throw off the bowlines. Sail away from the save harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover." (Marc Twain)

Dienstag, 27. November 2012

VEGAS BABY, VEGAS!


Vom Thanksgiving-Lunch bei den Eltern meines Hostdads in Bethesda ging es mit dem Taxi, das meine Hostparents bezahlt haben, direkt zum Airport. Auf dem Weg dort hin haben wir Malena zu Hause aufgepickt. Man muss dazu sagen, dass wir absolut keinen Plan hatten. Ich meine, letzte Woche haben wir erst Vegas gebucht und haben uns um Nichts wirklich Gedanken gemacht. Deshalb wussten wir sogar am Donnerstag Morgen noch nicht genau, von welchem Flughafen wir eigentlich los fliegen würden.
Naja, das hatten wir dann wenigstens noch rechtzeitig heraus gefunden und als wir da ankamen, lief auch Alles erst einmal nach "Plan“ ab. Sind von DC nach Boston geflogen und waren nach eineinhalb Stunden ungefähr da. Eine Stunde später ging es schon weiter nach Las Vegas. Wir dachten, dass der Flug nur etwas um die drei Stunden dauern würde (da auf dem Ticket stand, dass wir um 11pm in Vegas ankommen würden). Da hatten wir uns aber getäuscht, wie wir leider feststellen mussten. Gegen 11pm warteten wir dann auf die Landung, bis wir sahen, dass wir erst die Hälfte hinter uns hatten. Kein Wunder, hatten die Zeitverschiebung nicht bedacht. Vegas ist drei Stunden hinter DC, so dass wir noch einmal um die sechs Stunden von Boston geflogen sind, statt erwarteten drei. Wäre ja auch schon zu krass gewesen in drei Stunden auf der anderen Seite der USA  zu sein!
In Vegas angekommen haben wir am Flughafen direkt Spielautomaten gesehen und mussten natürlich gleich spielen. Gewonnen haben wir Nichts, aber was will man auch Anderes erwarten..
Mit einem „Limo-Bus“ kamen wir zu unserem Hotel, dem Caesars Palace. Schon auf dem Weg haben wir die ersten Eindrücke von Vegas sammeln können und die vielen großartigen Hotels gesehen, wie z.B. eines, das aussieht wie ein Märchenschloss (Excalibur), eine schwarze Pyramide (Luxor), das Hard Rock Hotel, das New York, New York Hotel und das Paris Hotel mit Eifelturm. Nun standen wir vor unserem Hotel, dem Hotel, das wohl jeder aus „Hangover“ kennt. Konnten es noch gar nicht richtig glauben wirklich da zu sein, vor allem sah es wirklich so atemberaubend aus, wie auch im Film! Es ist riesengroß, besteht aus vielen verschiedenen Gebäuden, die alle miteinander verbunden sind und ist wirklich schick. Kein Wunder, dass es zu einem der besten Hotels in Vegas zählt. Beim Check-in gab es direkt einmal ein kostenloses Upgrade für uns, so dass wir in einem Zimmer mit einem tollen Kingsize-Bett gelandet sind, anstatt in einem mit zwei kleinen getrennten Betten, die mit Sicherheit nicht so bequem gewesen wären. Unser Zimmer ist mega cool. Das Bad ist genau so groß wie das Zimmer, wir haben eine tolle Dusche und einen noch tolleren, riesengroßen Whirlpool, den ich nachts dann einmal ausprobieren musste. Nach dem wir uns fertig gemacht hatten, sind wir gegen 1am losgezogen. Wurden direkt von einer Gruppe junger Canadier angesprochen, die einen Junggesellenabschied gefeiert haben. Dank dieser Begegnung hatten wir den Abend über kostenlose Drinks und morgens um 5am ein kostenloses Frühstück. Die Typen waren sehr nett und es war ein lustiger Abend gewesen. Wer jetzt denkt, dafür gab’s Gegenleistung: Falsch gedacht! Malena ist sowieso verlobt und ich nehme natürlich auch nicht das erst Beste :D
Als wir Heim gekommen sind, hat Malena geduscht und ich ein Bad im Whirlpool genommen. War so fertig und habe auch den Alkohol etwas gespürt, da wir den Tag über kaum was gegessen hatten, so dass wir gegen 7.30am (was nach DC Zeit für uns ja schon 10.30am war) wirklich endlich schlafen mussten. Malena kam dann mit dem „guten Plan“ an, dass zwei Stunden später, nämlich um 9am der Wecker klingeln würde. Ich dachte mir, ich lass sie mal reden und war froh, dass wir doch erst um 10.30am aufgestanden sind, so dass wir zumindest zweieinhalb Stunden Schlaf abbekommen haben.
Am Morgen wurde uns dann richtig klar: WIR SIND WIRKLICH IN VEGAS! Das Wetter war mega gut, es war warm (um die 24°C) und die Sonne schien. Sind erst einmal am Strip entlang gelaufen, haben „Sightseeing“ gemacht, Andenken gekauft und waren schließlich im Hard Rock Cafe zum Lunch, wo es meiner Meinung nach die besten Burger überhaupt gibt!
Wieder im Hotel angekommen, mussten wir uns fertig machen, da wir Karten für „Zumanity“, eine Cirque du Soleil Show im Hotel „New York, New York“ gekauft hatten.
Die Show war beeindruckend. Die Künstler waren fast alle nackt und es ging eigentlich nur um Erotik, was für uns schon etwas überraschend war, da wir dachten, die Amis sind eher etwas prüde. Aber scheint in Vegas wohl anders zu sein…
Die haben sogar Leute aus dem Puplikum geholt, sie dazu gebracht sich ausziehen, sich auf eine andere Person (die sie nicht kannten) zu setzen oder zu legen oder sogar die Brust abzulecken! Dabei kam dann immer die Frage „Are you horny?“ was so viel bedeutet wie: „Bist du geil?“ Ich sag ja, es war arg :D
Auf dem Weg Richtung Hotel wurden wir von einigen Promotern aus verschiedenen Clubs angesprochen und waren am Ende auf zwei Gästelisten, der besten Clubs der Stadt (bei „Marquess“ im Cosmopolitan Building und bei „Pure“, dem Club vom Caesars Palace. Haben erst in beide reingeschaut und uns dann für Marquess entschieden, der laut einer Liste im Internet die Nummer 1 der Clubs in Vegas sei. Wundert mich auch nicht! Ich habe so einen Club noch nie in meinem Leben gesehen! Er war oben im Cosmopolitan Building, aufgeteilt in einen Innen- und Außenbereich. Der Außenbereich war eine Dachterasse, mit Pool usw.. Innen war es auch sehr cool. Es fielen Seifenblasen und Konfetti  von der Decke, es wurden Windmaschinen angemacht und es kam ganz kalte Luft nach unten. Echt toll! Das Feiern war wirklich der Wahnsinn!
Haben im Marquess einen Deutschen kennen gelernt, der im Moment in Los Angeles studiert. Mit ihm und seinen Freunden haben wir dann auch noch einmal was am nächsten Tag gemacht.
Von Freitag auf Samstag haben wir eineinhalb Stunden oder so geschlafen, waren aber dennoch morgens fit. Malena und ich waren bei der Sugar Factory zum Frühstück/Lunch, anschließend haben wir uns ein Taxi zu den bekannten Wedding Chapels, wie z.B. die „Little White Wedding Chapel“, genommen. Da waren tatsächlich einige Leute, die geheiratet haben. Wie es bei Mc Donalds oder Burger King einen Drive-Thru- Schalter gibt, gab es das auch bei der Wedding Chapel. Man konnte tatsächlich einfach mit dem Auto vorne dran halten und sich trauen lassen! Haben ein Brautpaar im Auto  gesehen, die das gemacht haben und sie gefragt, ob das jetzt einfach nur aus Spaß ist oder ernst und sie meinten, dass sie sich wirklich lieben und heiraten möchten! Naja, meins wäre es jetzt nicht :D Da stelle ich mir unter einer Hochzeit aus Liebe doch etwas anderes vor.. Aber jeder so, wie er das möchte..
Malena und ich haben dann noch Bilder vor dem „Welcome to fabulous Las Vegas“ Schild gemacht. Sind dort ein bisschen rumgelaufen und es sah wirklich Alles ganz anders aus, als bei uns in DC! So viel mehr, wie ich mir Amerika eigentlich vorgestellt hatte! Überall Berge im Hintergrund, Palmen, Kakteen und außerdem war es so heiß, dass wir im Kleidchen und Rock geschwitzt hatten.
Wie schon zuvor erwähnt, haben wir noch einmal was mit den Jungs vom Abend davor gemacht und wussten, dass wir uns langsam auf den Weg zum Flughafen machen sollten. Irgendwie haben wir das Alles ein bisschen locker gesehen und uns wohl auch etwas in der Uhrzeit vertan, so dass wir ca. eine Stunde vor Abflug immer noch am Hotel waren und auf den nächsten Shuttle warteten.
Langsam hat Malena doch angefangen, sich Gedanken zu machen und auch mir wurde etwas unwohl.. Kamen etwa 40 Minuten vor Abflug am Flughafen an und die Frau am Schalter meinte, das sei letzte Minute gewesen und wären wir zwei Minuten später angekommen, hätte sie uns nicht mehr einchecken lassen.
Malena und ich hatten einfach so ein Glück, den ganzen Trip über! J Alles ging gut, obwohl wir offensichtlich gar keinen Plan hatten :D
Zwischenlandung war in Long Beach und wir kamen dann Sonntag Morgen um 5am in DC an.
Als Fazit kann ich nur sagen, dass es ein wunderschönes Wochenende war und obwohl wir vorher dachten „Einmal Vegas und nie wieder“, wären wir am Liebsten noch geblieben oder würden zumindest bald wieder hin. Waren beide etwas bedrückt, als es wieder nach DC ging!

























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